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Geschichte

Albinen Mitte der 1950er Jahre
Albinen Mitte der 1950er Jahre

Von Paul Heldner, Chronist, aus Glis
Über die Bedeutung des Namens Albinen sind sich die Gelehrten nicht einig; entweder bedeutet es Alpe aus "Albignion" oder Wald, entstanden aus "Arbignon". Da beide Namen aus dem Fränkischen herstammen und wir, wenigstens für Albinen für diese Zeit (7. - 10. Jahrhundert) nicht mit Sicherheit wissen, ob hier noch ein Urwald oder eine Alpe war, ist auch die Deutung umstritten. Mag nun zur Frankenzeit hier wieder eine Wildnis oder eine Alpweide gewesen sein, sicher ist indessen, dass diese Gegend lange vor dieser Zeit bewohnt war, wie uns keltische Gräber mitgeteilt haben, die in vorgeschichtliche Zeit zurückreichen.
Etwa im 11. Jahrhundert nach Christi wanderten deutsch sprechende Völkerschaften von Leukerbad her nach Albinen und machten aus dem Urwald oder der Alpe ein beständig bewohntes Kulturland.
Urkundlich vernehmen wir den Namen "Albignun" zum ersten Mal um 1224. Nach 1339 taucht auch die Schreibweise "Arbignon" auf.
Die Burgergemeinde ist ebenfalls schon sehr alt und dürfte kurz nach 1226 entstanden sein, da in diesem Jahre die Landwirte von Albinen "zusammenstanden", um dem Bischof seine Rechte auf Albinen abzukaufen. Eine Gründungsurkunde liegt heute noch im Gemeindearchiv.

Abstimmung in Albinen im Jahre 1962
Abstimmung in Albinen im Jahre 1962

Zu Albinen gehören auch die Weiler "Tschingeren", welcher ebenfalls schon 1224 genannt wird, und "Dorben", welcher um 1250 das erste Mal auftaucht. Nach alter Tradition soll der wichtigste dieser drei Orte "Dorben" gewesen sein, woselbst der Platz des Gemeindehauses noch gezeigt wird. Diese Überlieferung ist insofern richtig, da sich das politische Schwergewicht erst nach 1350 endgültig nach Albinen verlagerte und vorher die Gemeinde "Dorben - Albinen" genannt wurde, sodass der ursprüngliche Thingplatz eher in "Dorben" als in Albinen zu suchen wäre.